Blindenführhunde

Der Blindenführhund

Der Blindenführhund ermöglicht blinden oder stark sehbehinderten Menschen ein höheres Maß an Mobilität, Sicherheit und Unabhängigkeit zu erlangen. Ein Blindenführhund erlernt in seiner Ausbildung ungefähr vierzig Hörzeichen, die dem Sehbehinderten helfen, Alltagssituationen sicher zu meistern. Ein Blindenführhund ist ausgebildet um Hindernisse sicher anzuzeigen und zu umgehen.

Hierzu gehören:

Tiefenhindernisse (zum Beispiel Bordsteine, Abgründe, Bahnsteige)

Höhenhindernisse (zum Beispiel herabhängende Äste oder Schranken)
Seitenhindernisse (zum Beispiel Aufsteller oder parkende Autos)

Zu den Hörzeichen gehören auch die sogenannten Suchaufgaben, welche dem Sehbehinderten helfen sich auch an fremden Orten zu orientieren. Dazu gehört zum Beispiel das Hörzeichen „Such Eingang“. Diese Hörzeichen kann der Blinde kombinieren.

Ein Beispiel:
So reagiert der Hund bei dem Hörzeichen „Such Bank rechts“: Der Hund wechselt die Richtung (rechts)
Der Hund erfüllt eine Suchaufgabe (er sucht die nächstgelegene Sitzgelegenheit)

Der Hund zeigt die Sitzgelegenheit an (zum Beispiel an einer Bushaltestelle).
Der Hund leistet in Gefahrensituationen eine sogenannte „intelligente Gehorsamverweigerung“.
Sollte ein Blinder bei der Überquerung einer Straße ein herannahendes Fahrzeug nicht wahrnehmen, so wird der Hund diese Situation einschätzen und sich weigern diese Straße zu überqueren. Die Arbeit als Blindenführhund bedeutet für den Hund ein hohes Maß an Konzentration und sollte daher in jedem Fall mit viel Freizeit, Freilauf und Spiel belohnt werden. So wie Ihr Blindenführhund Verantwortung für Sie übernimmt, so übernehmen auch Sie die Verantwortung für ein neues Familienmitglied und einen treuen Begleiter.